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leitfaden:8._was_tun_wenn 07.10.2006 16:35 leitfaden:8._was_tun_wenn 25.02.2008 00:00 current
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Tampons sollten nicht ausgegeben werden, da eine richtige Handhabung absolut nicht vorausgesetzt und schon gar nicht „überwacht" werden kann und ein falsche fatale Folgen haben kann. Das gilt aber gennerell auch für Mädchen, die schon länger ihre Periode haben. Das Mädchen muss dann halt mit den „Behinderungen" (z.B. dass es nicht mit baden kann) zurecht kommen. Eine gewisse Ablenkung und besondere Beschäftigung durch den Gruppenleiter kann da helfen, die negativen Konsequenzen abzuschwächen.\\ Tampons sollten nicht ausgegeben werden, da eine richtige Handhabung absolut nicht vorausgesetzt und schon gar nicht „überwacht" werden kann und ein falsche fatale Folgen haben kann. Das gilt aber gennerell auch für Mädchen, die schon länger ihre Periode haben. Das Mädchen muss dann halt mit den „Behinderungen" (z.B. dass es nicht mit baden kann) zurecht kommen. Eine gewisse Ablenkung und besondere Beschäftigung durch den Gruppenleiter kann da helfen, die negativen Konsequenzen abzuschwächen.\\
Der Gruppenleiter sollte auch in gewissen Abständen nach dem Befinden und Anwendungsproblemen fragen. Das ist wichtig, da dieses Thema für viele Kinder, und leider auch Erwachsene, ein recht peinliches ist. Wenn das Mädchen Probleme hat, besteht also die Gefahr, dass es damit nicht zum Gruppenleiter kommt. Der Gruppenleiter sollte auch in gewissen Abständen nach dem Befinden und Anwendungsproblemen fragen. Das ist wichtig, da dieses Thema für viele Kinder, und leider auch Erwachsene, ein recht peinliches ist. Wenn das Mädchen Probleme hat, besteht also die Gefahr, dass es damit nicht zum Gruppenleiter kommt.
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===== ...man vergessen hat, einem Kind sein Medikament zu geben? ===== ===== ...man vergessen hat, einem Kind sein Medikament zu geben? =====
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Ab sofort muss dann auch genau auf die Medikamenteneinnahme geachtet werden, damit so etwas nicht wieder passiert! Dies gilt auch, wenn man erfährt, dass ein Kind, das bisher selbständig die Medikamente eingenommen hat, diese vergaß. Man sollte das Kind dann ständig daran erinnern, nachfragen oder ggf. die Medikamente an sich nehmen. Dann händigt man dem Kind zu den entsprechenden Zeiten die Medizin aus und „überwacht" die Einnahme (Besonders wichtig bei Kindern, die sich gegen die Einnahme sträuben!). Ab sofort muss dann auch genau auf die Medikamenteneinnahme geachtet werden, damit so etwas nicht wieder passiert! Dies gilt auch, wenn man erfährt, dass ein Kind, das bisher selbständig die Medikamente eingenommen hat, diese vergaß. Man sollte das Kind dann ständig daran erinnern, nachfragen oder ggf. die Medikamente an sich nehmen. Dann händigt man dem Kind zu den entsprechenden Zeiten die Medizin aus und „überwacht" die Einnahme (Besonders wichtig bei Kindern, die sich gegen die Einnahme sträuben!).
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 +===== ...Kinder (mehrmals) erbrechen? =====
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 +Zunächst sollte der Gruppenleiter das Kind beruhigen und - falls notwendig - das Erbrochene beseitigen, so unangenehm das auch sein mag. Es ist wichtig, dabei diskret vorzugehen, da es sonst schnell zu Panik und Schuldzuweisungen gegenüber dem erkrankten Kind kommt. Auch darf der Gruppenleiter dem Kind auf keinen Fall das Gefühl vermitteln, es sei das „Schwarze Schaf“.
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 +Entscheidend für den weiteren Umgang mit dem Problem ist, dann die Ursache des Erbrechens zu ergründen. Am besten sucht man im Gespräch mit dem Kind danach. Ist das Problem psychisch bedingt, zum Beispiel durch Heimweh oder Streit mit anderen Kindern, kann man Versuchen, die Ursachen auszuräumen.
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 +Problematischer ist es, wenn sich abzeichnet, dass das Erbrechen ansteckend ist. Der Gruppenleiter sollte darauf achten, dass Kuscheleinheiten unter den Kindern und gemeinsames Trinken aus der selben Flasche vermieden werden, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen. In einer solchen Situation ist die Motivation durch den Betreuer besonders wichtig, damit die Stimmung nicht gedrückt wird oder es sogar dazu kommt, dass Kinder aus Angst abreisen möchten. Die Gruppenleiter müssen in diesem Fall Ruhe bewahren und auch den Kindern eindeutig vermitteln, dass sie die Lage unter Kontrolle haben. Es ist außerdem wichtig, dass die anderen Kinder möglichst nichts davon mitbekommen und keine Gerüchte entstehen, da das nur unnötig die Stimmung drückt. Eventuell kann es auch nützlich sein, mit dem betroffenen Kind zu sprechen, damit es nicht überall von seinem Erbrechen redet. Erklärt man ihm die Gründe, kann das helfen, Panik zu vermeiden. Die Betreuer und der Teamleiter sollten informiert sein, um angemessen damit umzugehen und beispielsweise gezielt Gerüchten entgegenzuwirken.
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 +Wenn der Gruppenleiter sich selbst anstecken sollte, ist es durchaus legitim, sich in Absprache mit dem Teamleiter eine Auszeit zu nehmen. Auf keinen Fall sollte der Gruppenleiter vor den Kindern brechen oder auf die Toilette rennen, da das unnötige Unruhe und Verunsicherung bewirkt. Es versteht sich von selbst, dass der Körperkontakt mit den Kindern in diesem Fall stark eingeschränkt werden sollte.
 +So unangenehm der Umgang damit auch ist, ist Erbrechen doch kein ungewöhnliches Problem für ein Kinderferienlager.
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 +Weitere Informationen zum krankhaften Erbrechen finden sich im Kapitel [[5. Krankheiten]].
===== ...es zu Diebstahl kommt, oder welcher vermutet wird? ===== ===== ...es zu Diebstahl kommt, oder welcher vermutet wird? =====
 
leitfaden/8._was_tun_wenn.txt · Zuletzt geändert: 25.02.2008 00:00 [Letzte Änderungen]
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