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Werkzeuge des Gruppenleiters

Diese Seite soll euch Dinge in die Hand geben, Materialien, Auflistungen, Ideen, mit deren Hilfe der Ferienlagerablauf sicherer und einfacher erfolgen kann. Hauptsächlich sind dies hier Materialien, die der Teamleiter nutzen kann. Er als Leiter und Moderator der Gruppe trägt die Hauptverantwortung und sollte deshalb besonders gut vorbereitet sein. Natürlich können aber auch Gruppenleiter hier aufgelistete Informationen in die Gruppen tragen.

Informationen über die Kinder einholen

Der Gruppenleiter sollte möglichst viele Informationen zum frühestmöglichen Zeitpunkt bekommen. Auf dieser Basis kann die Gruppe eingeteilt werden und eventuell die Zimmerbelegung den Bedürfnissen angepasst werden. Doch woher bekommt man diese Informationen?

Sinnvollerweise von den Eltern, nach der Anmeldung der Kinder. Exemplarisch ist hier der Fragebogen hinterlegt, wie ihn die Eltern vom Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Thüringen e.V. ausgehändigt bekommen. Die Eltern müssen diesen sorgfältig ausfüllen. Er enthält neben den Kontaktdaten und Erlaubnissen auch wichtige Informationen über Krankheiten, Medikamente und einiges mehr.

Mit diesem Fragebogen ist der Gruppenleiter schon ganz gut vorbereitet und kann sich so früh wie möglich auf die Kinder einstellen.

Checkliste vor dem Lager

Vor dem Beginn des Lagers ist es besonders für den Teamleiter wichtig, einige Dinge herauszufinden und festzuhalten. Eine Orientierungsgrundlage dafür bietet diese Checkliste für Teamleiter vor dem Ferienlager.

Wichtige Belehrungen

Die Belehrung ist eine wichtige Absicherung für den Gruppenleiter. Wie im Abschnitt Rechtslage erwähnt, muss die Belehrung alle Gefahren der Unterkunft und des Geländes aufzeigen, z.B. schwer gehende Türen oder Zeltschnüre, über die man stolpern kann. Ist ein Kind belehrt worden, hat der Gruppenleiter schon ein gutes Stück seiner Aufsichtspflicht erfüllt. Allerdings muss er das Einhalten der Belehrung überprüfen und auch neu erkannte Gefahren „nach-Belehren”.

Es hat sich als ausgesprochen praktikabel erwiesen, die Belehrungen nicht an einem Stück durchzuführen, erfahrungsgemäß geht davon 2/3 auf dem Weg zu den Kindern verloren. Außerdem macht es sehr wenig Sinn, am ersten Tag über Baden, Straßenverkehr und Wald zu belehren, wenn diese Ereignisse erst in 3 Tagen stattfinden.

Die Belehrungen gibt es fertig zum Ausdrucken zum Download.

Allgemeine Belehrungen

Hier gehört alles rein, was die Unterkunft, die Hausordnung und den Ablauf im Lager betrifft. Hier exemplarisch eine Belehrung, wie ich sie immer durchführe.

Meist versuche ich sie etwas lustig zu veranstalten, schließlich ist es der erste Tag und es gibt noch keinen Grund eine böse Miene aufzusetzen. Allerdings bringe ich die wichtigen Punkte mit dem nötigen Nachdruck zur Geltung. Ich passe sie auch immer an, je nach Unterkunft und Gegebenheiten.

Grundsätzliches:

  • Beim Gruppenleiter ab- und anmelden
  • Anweisungen von GruLeis folgen, auch von anderen Gruppen, Küchenpersonal!
  • Rauchen, Alkohol auf keinen Fall, die Gruppenleiter rauchen nicht, also die Kinder auch nicht.
  • Messer, Feuerwerk oder sonstige Waffen gleich zum Teamleiter, keine Diskussion
  • Nachts wird am Teamleiter-Zimmer (..............) geklopft, damit GruLeis schlafen können

Unterkunft:

  • Anklopfen vorm Betreten eines Zimmers, herein abwarten → herein muss auch gerufen werden
  • nicht rennen, Türknallen, Tische und Stühle rumwerfen, Lampen zerschmeißen
  • Haustüren fallen schwer ins Schloss → vorsichtig mit den Fingern; Türklinken benutzen, nicht Glas
  • Enge Gänge, vorsichtig mit auffliegenden Türen
  • Fensterbretter sind keine Bestuhlung
  • kein Feuer in Zimmern, Rauchmelder
  • Duschen in eigenen Zimmern, oder Duschzeiten von .............. bis ..............
  • Ab .............. ist Zimmerruhe → auf eigenen Zimmern, kein Halligalli, sonst gibt es Nachtruhe.

Gelände:

  • See (kein Kind ohne ausdrückliche Erlaubnis)
  • Gesperrte Bereiche (Küche, Wirtschaftsgelände, ...)

Mahlzeiten:

  • Essenfassen um ..............; .............. und ..............
  • Tischdienst, jede Mahlzeit andere Gruppe, Teamleiter legt fest
  • Gruppenweise zur Essensausgabe, Gruppe die zuerst komplett kommt zuerst dran.
  • Mit Essen spielt man nicht; keine fliegende Leberwurst und keine Quarkufos
  • Abwischen Tischweise, jeder Tisch selbst, wenn alle fertig sind. Danach ABMELDEN
  • Lärmpegel niedrig halten, sonst sitzen GruLeis an Kindertischen

Organisatorisches:

  • Bei Unfällen sofort GruLei bescheid sagen, auch wenn es euch nicht gut geht
  • Taschengeld kann durch GruLei eingesammelt werden
  • Mülltrennung (Gelbe Säcke = Grüner Punkt, Säcke auf Flur)
  • Lagerplan im ..............
  • Zimmerplan, mit Bewertungen der Zimmerordnung
  • Das Schönste: Mittagsruhe bis ..............

Belehrung beim Baden

Nur direkt vor dem Baden wird auch fürs Baden belehrt. Gleiches gilt für alle nachfolgenden Belehrungen. Exemplarisch hier die Belehrung:

  • Baden nur an Badestelle
  • Nur, wenn ............................ (Name Rettungsschwimmer) anwesend
  • Nicht „toter Mann” spielen
  • Nur in geschlossener Gruppe baden, und wenn GruLei zustimmt
  • Ab- und Anmelden nicht vergessen
  • Nichtschwimmer (und SEEPFERDCHEN) melden sich extra bei Rettungsschwimmer, bevor sie ins Wasser gehen, bleiben im Flachen
  • gekennzeichnete Badeflächen nicht verlassen, sonst Badeverbot
  • Treffpunkte zu genauen Uhrzeiten! Erstes Treffen um .............. hier!

Belehrung im Wald

  • Kein offenes Feuer im Wald
  • Nur auf Wegen gehen
  • Keinen Müll hinterlassen
  • Keine Bäume fällen
  • keine Beeren, Früchte oder Ähnliches essen - Fuchsbandwurm
  • keine Tiere anfassen - Tollwut
  • An Kreuzungen wird angehalten
  • bei Schnee: Keine Schneebälle, Schneeballschlacht gibt’s extra

Belehrung in der Stadt/Straßenverkehr

  • Gehwege benutzen
  • keine Lücken lassen
  • an Kreuzungen anhalten und auf GruLei warten
  • auf Landstrassen: Gänsemarsch
  • Bei individuellen Einkäufen: Mindestens 3 Kinder und eine Uhr pro Gruppe, Treffpunkt um .............. hier.

Belehrungen bei Geländespielen

Gerade bei Geländespielen kommt es auf eine gute Belehrung an. Sollen die Gruppen allein (also ohne Gruppenleiter) die Aufgaben lösen und sich dazu vom Lager entfernen sind einige Punkte zu beachten.

Zunächst müssen die Eltern dem auf dem Betreuerzettel zugestimmt haben. Ist nur ein Kind in der Gruppe, welches das Gelände des Lagers nicht ohne Gruppenleiter verlassen darf, muss der Gruppenleiter bei der ganzen Gruppe bleiben.

Außerdem muss der Gruppenleiter selbst einschätzen, ob seine Gruppe in der Lage ist, die Aufgaben und den Weg allein zu bewältigen. Sind beide Kriterien erfüllt, spricht bei guter Vorbereitung und einer ordentlichen Belehrung nichts dagegen, die Kinder auch mal allein loslaufen zu lassen.

Es ist oft zweckmäßig, immermal zwischen den einzelnen Gruppen und am Ende einen Gruppenleiter laufen zu lassen, nur so zur Sicherheit. Die Kinder sollten sich zumindest schon so gut auskennen, dass sie eine ungefähre Orientierung haben. Folgende Belehrung sollte als Minimum gelten.

  • TEAMWORK!!!
  • Als Gruppe zusammenbleiben
  • Der Langsamste bestimmt das Tempo
  • Gemeinsam Aufgaben durchdenken, gemeinsam lösen
  • Falls ihr euch verlaufen habt, zur letzten Aufgabe zurück und neu überlegen
  • Falls jemand verletzt ist, entweder auf GruLei warten oder zu zweit zum Lager zurück laufen, Rest der Gruppe läuft weiter

Methoden zur Programmvorbereitung

Manchmal überkommt die Gruppenleiter während eines Ferienlagers eine gewissen Ideenlosigkeit. Dies ist besonders schlimm, wenn eine Aktion geplant werden muss, für die viele Ideen notwendig sind. Oder aber man möchte gern einmal etwas anders oder Neues machen, und weiß nicht so richtig wie. Und, natürlich gibt es auch immer wieder Gruppenleiter, die nicht gerade vor Kreativität strotzen oder die sich nicht recht trauen, ihre Ideen zu äußern.
In solchen Fällen können die hier beschriebenen Methoden verwendet werden. Man muss sich dafür in einer Pause (mittags oder abends) ein bisschen Zeit nehmen (meist ca. eine Stunde) und erhält meist gute, innovative und oft auch durchdachte Lösungen oder Vorschläge. Außerdem ermöglichen und „erzwingen” die Methoden die Teilnahme jedes Teammitgliedes.

Mehr Methoden gibt es bei institut juleiqua-Institut für Jugendleiter und Qualifikation

Brainstorming

Methode zum Sammeln von Ideen, die auch unübliche und neue Ideen erzeugen kann. Dabei werden letztlich nur konsensfähige Ideen ausgewählt. So sind keine langen Diskussion notwendig.

Verlauf: Die Gruppe sitzt im Kreis. Jeder ist mit ausreichend Zetteln (sinnvoll sind gedrittelte A4-Blätter) und Stift ausgestattet.

1.) Ziel festlegen: Das Thema, zu dem Ideen gesucht werden, wird genannt – für jeden verständlich. Es empfielt sich, das Ziel auf ein A4-Blatt zu schreiben und für alle sichtbar aufzuhängen. Das Ziel sollte nicht zu sehr einschränken, aber auch ein Ziel sein.

Zeit: 5 min

2.) Ideen sammeln: Jeder, dem eine Idee einfällt, notiert diese auf einer Karte, spricht die Idee laut aus und wirft die Karte in die Mitte.

Es ist wichtig, dass ALLES, was einem an Gedanken zum Thema einfällt, notiert wird, ob unsinnig oder nicht! ALLES wird notiert und NICHTS wird bewertet. (Nur lachen ist erlaubt, keine anderen Gespräche oder Abschweifen vom Thema!) Wichtig ist, dass die Zeit eingehalten wird, da die wirklich unkonventionellen Ideen meist erst nach einer gewissen Tiefenphase, am Ende der Zeit kommen.

Zeit: 20 min

3.) Ideen bewerten: Die Sammlung wird sortiert nach

A: sinnvollen, machbaren Vorschlägen, die für JEDEN in der Gruppe gut vorstellbar sind.

B: sinnvollen, aber schwierigen Vorschlägen, die MINDESTENS EINEM in der Gruppe problematisch erscheinen.

C: unsinnigen Vorschlägen, die JEDER in der Gruppe als unbrauchbar empfindet. Diese landen gleich im Papierkorb.

Zeit: 10 min

Um diese 10 Minuten einzuhalten, muss man auch hier auf Diskussionen verzichten. Einfache Handzeichen bei Zustimmung reichen aus und verkürzen den Vorgang erheblich.

Vorteile: Diese Methode macht viel Spaß und erzeugt viele Ergebnisse, die auch von den Gruppenleitern getragen werden. Alle Gruppenleiter bekommen gleichermaßen die Chance, ihre Ideen einzubringen und Seitengespräche werden vollständig unterbunden. Die Effektivität ist sehr hoch. Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall.

Nachteile: Das Brainstorming kann üblicherweise nur einmal in einem Lager angewendet werden, sonst verliert sich der Spaß und damit der Sinn. Es eignet sich prinzipbedingt eher für Programmpunkte, bei denen viele Ergebnisse zu einem Thema benötigt werden, etwa Aufgaben eines Geländespiels. Für komplexere Ziele, wie die Schaffung eines neuen Spieles, eignet es sich nicht.

Probleme: Oftmals denken (besonders erfahrenere) Gruppenleiter, dass Programmpunkte schneller vorbereitet sind, wenn man sich nicht auf solche Methoden mit konkreter Zeitvorgabe stützt. Allerdings sind aus der Erfahrung heraus die Ergebnisse besser und durch die Einbeziehung aller Gruppenleiter die Zufriedenheit im Team größer. Hier bedarf es einer guten Überzeugungskraft für die Teamleiter.

Frei nach Institut für Jugendleiter & Qualifikation – institut juleiqua, 2005

6:3:5 - Methode

Methode zur intensiven Auseinandersetzung mit den Lösungsansetzen anderer. Geeignet für Gruppenarbeit.

Sechs Mitarbeiter entwickeln je drei Lösungsansätze und lassen diese von den anderen fünf jeweils weiterentwickeln. Wird die Methode mit fünf Personen durchgeführt, wird sie zur 5-3-4-Methode. Mit mehr als sechs Mitarbeitern ist sie zu aufwendig.

Verlauf:

  1. Das zu lösende Problem wird von der 6er Gruppe genau definiert.
  2. Jeder nimmt sich drei Blätter und notiert auf jedem Blatt einen Lösungsansatz und seinen Namen.
  3. Nach 3-5 min gibt jeder seine drei Blätter an seinen rechten Nachbarn weiter, der die Lösungsvorschläge seines Vorgängers weiterentwickelt (Anregungen, Bemerkungen, Skepsis etc.) und seinen Namen hinzuschreibt.
  4. Nach 4-6 min werden die Zettel wieder nach rechts weitergereicht usw.
  5. Nachdem jeder wieder seine eigenen Lösungsansätze mit den Ergänzungen der anderen vor sich liegen hat und durchgelesen hat, werden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt.
  6. Nun werden die Lösungsvorschläge diskutiert und ihre Realisierbarkeit überprüft.

Material: Zettel und Stifte

Frei nach Institut für Jugendleiter & Qualifikation – institut juleiqua, 2005

Buchstabieren

Eigentlich ist diese Methode ein bisschen anders gemeint, für unserer Zwecke kann sie aber folgendermaßen verwendet werden:
Der Teamleiter schreibt einen Begriff auf einen großen Zettel (Flipchart). Dieser kann z.B. das Thema der nächsten Aktion sein. Die anderen schreiben nun zu jedem Buchstaben des Begriffs ein Wort auf eine kleiner Karte/einen Zettel, das mit diesem Buchstaben beginnt. Diese Worte können ggf. auch themenfremd sein. Sie werden dann alle jeweils geordnet unter den Begriff geheftet oder auch auf den Boden gelegt.
Im Anschluss kann man nun die Begriffe neu ordnen und diskutieren. Sicher entwickeln sich daraus Impulse für die Vorbereitung der Aktion.

Allgemein ist das Ziel dieser Methode, dass die Gruppenmitglieder beginnen sich mit einem neuen Thema auseinander zu setzen. Ergänzend kann man Bedingungen zu den Worten aufstellen. Z.B. kann man nur positive Worte verlangen, oder auch ganze Aussagen o.ä.

Moderationsmethode

Ablauf:

  1. Sammeln verschiedener Themen / Beschäftigungsmöglichkeiten an einer Pinnwand o.ä.
  2. Rangfolge mittels Klebepunkten festlegen (jeder erhält halb so viele Klebepunkte wie Themen vorgeschlagen wurden, darf nicht mehr als 2 Klebepunkte bei einem Thema verwenden)
  3. In Kleingruppen werden einzelne Freizeitmöglichkeiten bearbeitet / vorbereitet (konkrete Umsetzung, Welche Probleme kann es bei der Umsetzung geben?)
  4. Jedes Thema wird noch mal kurz im Plenum besprochen
  5. Tätigkeitskatalog gemeinsam aufstellen

Vorteile:

  • Methode ist ergebnisorientiert
  • Am Ende stehen Arbeitsaufträge
  • Effizienz
  • Ideen werden in konkrete Aufgaben umgewandelt
  • Man kommt nicht vom Thema ab
  • Jeder ist beteiligt
  • Mehrere Themen können gleichzeitig bearbeitet werden
  • Visualisierung & Dokumentation

Nachteil:

  • Sehr zeitaufwändig

Themensammlung:

Nr. Thema/Beschäftigung Klebepunkte Rangfolge
1 2
2 1
3 3

Tätigkeitskatalog:

Nr. Tätigkeit Wer Mit wem Bis wann Bemerkungen
1 ...................
2 ...................
3 ...................

Feedback-Methoden

Feedback ist überaus wichtig, wenn man wissen will, wie andere einen Menschen oder dessen Arbeit einschätzen. Natürlich gilt das ganz besonders auch für den Teamleiter. Jeder Betreuer, auch mit noch so viel Erfahrung, kann immer dazu lernen. Eigene Fehler fallen meist anderen auf. Deshalb sollte jeder davon profitieren, sich die Meinung anderer anzuhören. Damit dies nicht in Beschimpfungen oder ähnliches entgleitet, wurden Feedback-Methoden entwickelt, die meist sinnlose Diskussionen und vor allem Entschuldigungen ausschließen. Folgende Regeln sollten allgemein bei Feedback beachtet werden:

Bedeutung von Feedback:

  • Schärfung der Selbstwahrnehmung (Persönlichkeitsentwicklung) und Förderung von Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauen in der Kooperation im Team (Teamentwicklung)

Wie sollte Feedback sein:

  • Konkret, kurz, kurzfristig, KONSTRUKTIV
  • Ich-Aussagen: Beschreibung des Verhaltens, der Gefühle, möglicher Konsequenzen für sich; Du-Aussagen werten andere Person

Wie sollte man Feedback annehmen:

  • Grundhaltungen: Unbedingte Annahme, Echtheit, Einfühlungsvermögen
  • Aktives Zuhören
  • zuhören und NICHT rechtfertigen; sich fragen, ob es Einzelmeinungen sind; das ganze setzen lassen; sich entscheiden, ob und wie man es annimmt; rückmelden, wie man sich entschieden hat

Man sollte also mindestens am Ende eines Ferienlagers, aber am besten am Ende jedes Tages ein Feedback machen. Dies kann sehr kurz ausfallen, wie die Methoden weiter unten zeigen. So weiß der Teamleiter und alle Betreuer aber immer über die Stimmung im Team Bescheid und eventuelle Fehler können schnell korrigiert werden. Oft bietet ein kleines Feedback auch die Möglichkeit in die Diskussion über größere Probleme einzusteigen (z.B. in der Gruppe eines Betreuers). Außerdem wird durch die Selbstverständlichkeit des Feedbacks eine Stimmung des gegenseitigen Vertrauens und auch der Kritikfähigkeit aufgebaut, die es dann selbstverständlich macht, dass jeder Betreuer mit seinen Problemen zum Teamleiter kommen kann.

Blitzlicht

Der „Moderator” gibt einen Satzanfang vor. Wie „mir hat heute gefallen, dass...” oder „Mich hat heute gestört, dass...” oder „Mir war heute besonders wichtig...” Jeder vervollständigt diesen Satz und teil so seine Stimmung in ein bis zwei kurzen Sätze mit. „Ich schließe mich dem Vorredner an...” gilt nicht.

Stimmungsbarometer

Der „Moderator” bereitet ein überdimensionales Thermometer vor und bestimmt, was die Skala ausdrücken soll (oben: gute Laune/sehr zufrieden mit meiner Arbeit/der des Teamleiters, unten schlechte Laune und entsprechend...). Die Betreuer kennzeichnen dann ihre Laune/Einstellung entweder mit Klebepunkten oder mit Stiften an der entsprechenden Stelle im Barometer.

Graffitizettel

Methode zur anonymen und dadurch meist ehrlichen Form der Rückmeldung. Gruppendynamische Effekte (z.B. Tendenz sich Meinung der Mehrheit anzuschließen) werden kaum wirksam.

Verlauf: Es werden mehrere Flipchart-Blätter, die am oberen Rand mit Satzanfängen versehen sind, verteilt.
Jeder soll nun die Sätze auf den Plakaten vervollständigen (unten beginnend) und danach sein Satzende nach hinten umklappen, damit die nachfolgende Person nicht sieht, was vor ihm geschrieben wurde.
Dann werden meist die Blätter aufgefaltet und für alle zugänglich ausgelegt. (Je nach dem, was damit bezweckt wurde.) Für die eventuelle „Auswertung“ gelten die allgemeinen Feedbackregeln!

Material: Flipchartbögen mit Fragen/Satzanfängen und ausreichend Stifte

Beispiele: „Ich wünsche mir für das nächste Mal.....“; „Mich hat heute gefreut, dass...“ usw.

3 Sätze

Häufig gibt es wenig Zeit für ausführliches Feedback, das gilt besonders dann, wenn das Ferienlager schon weit fortgeschritten ist und die Feedbackrunde eher zu einer Plauderei verkommt. Will man dennoch Feedback geben oder nehmen, kann man auch zur Methode der drei Sätze greifen. Hier darf jeder genau drei Sätze sagen. Damit ist Plauderei vorgebeugt und jeder muss sich genau überlegen, was an Auswertung wirklich relevant ist.
Man kann diese Regeln natürlich beliebig strecken, etwa Feedback nur auf einem Bein stehend oder dergleichen. Das hebt dann auch gern mal die Stimmung.

 
leitfaden/7._werkzeuge.txt · Zuletzt geändert: 06.04.2011 21:26 von stephan [Letzte Änderungen]
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