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Spiele

Spiele haben im Ferienlager immer verschiedene Funktionen. Neben der unterhaltsamen Beschäftigung der Kinder soll das Eis gebrochen, auf eine Aktion eingestimmt werden oder es sollen sogar Probleme in der Gruppe gelöst werden.

Spiele sind ein wertvolles Medium des emotionalen und sozialen Lernens. Sie fördern Kooperations- und Konfliktfähigkeit, d.h. das Kind setzt sich mit sich selbst, anderen und verschiedenen Gruppensituationen auseinander. Weiterhin wird das Körperbewusstsein gefördert, d.h. das Kind lernt seinen eigenen Körper und dessen Grenzen kennen. Schließlich wird auch das Selbstwertgefühl gestärkt, das Kind stellt fest, was es selbst kann und wie es von den anderen gesehen wird, d.h. es kann so Anerkennung, Bestätigung und Wertschätzung erlangen und erfahren.

Wer schon einmal versucht hat, Spiele mit Kindergruppen zu veranstalten, merkt schnell, dass der Wille allein nicht unbedingt genug ist. Es gibt ein paar grundlegende Dinge zu beachten, damit ein Spiel auch ein Spiel und kein Kampf wird.

Voraussetzungen

Um Spiele anzuleiten ist immer ein Stück Animation nötig.

A – Atmosphäre schaffen
N – Neugierig machen
I – Interesse wecken
M – Mut zusprechen, Motivieren
A – Anregung geben (Kreativität fördern)
T – Tätigkeit herausfordern (aktiv werden)
I – Initiative fördern (Wünsche der Teilnehmer)
O – Offenheit gewährleisten (offen für Anfragen und neue Ideen sein)
N – Nachwirkungen einplanen (Einsatz von Spielen zu welcher Zeit)

Vorbereitung

Spiele sollten immer gut vorbereitet sein. Wenn man die Kinder ersteinmal damit langweilt, Sachen vorzubereiten oder noch dieses und jenes zu holen, hat man es ungleich schwerer, beim Spiel Stimmung aufzubauen. Eine Ausnahme hierbei bilden Vorbereitungen, bei denen die Kinder selbst aktiv werden, wie z.B. Stühle umstellen und dergleichen. Allerdings brauchen die wenigsten der von uns gesammelten Spiele eine aufwändige Vorbereitung.

Die Zielgruppe steht zwar in unseren Ferienlagern fest, jedoch sollte man sich selbst fragen, ob das Spiel für alle geeignet ist. Natürlich muss man vorher überlegen, ob genug Platz verfügbar ist und ob sonst alle Rahmenbedingungen erfüllt sind.

Ganz wichtig ist es, sich klar zu machen, was man mit dem Spiel erreichen will. Will man erreichen, dass sich die Kinder kennenlernen, warm und locker werden, dann muss man diese Spiele anders durchführen, als Spiele beim Sportfest oder zur Erwärmung. Je nachdem kann man Spiele einsetzen, bei denen Kinder ausscheiden können oder bei denen ein gesteigertes Wettbewerbsgefühl aufkommt. Das will man bei dem einen, bei dem anderen wohl eher nicht.

Bei Spielen, bei denen Kinder ausscheiden können, muss darauf geachtet werden, dass die Runde zügig zu Ende gespielt werden kann, oder die ausgeschiedenen Kinder anderweitig beschäftigt werden. Sonst langweilen sie sich und verlieren frühzeitig den Spaß an der ganzen Aktion.

Man sollte sich auch vorher einig sein, was man spielt und wie die Regeln sind. Natürlich sollte auch klar sein, wer das Spiel erklärt und wer es später leitet.

Man kann mit Spielen einen ganzen Nachmittag am Stück füllen, jedoch nur wenn genug Abwechslung dabei ist, das sollte man bei der Vorbereitung immer bedenken.

Der Spielleiter

Der Spielleiter ist so etwas wie ein Schiedsrichter, der selbst mitspielen darf.

Hier stellt sich die Frage, wer geeignet ist als Spielleiter. Er muss die Regeln so gut kennen, dass er sofort auf Verstöße reagieren kann. Sein Auftreten sollte sicher genug sein, damit niemand seine Stellung anzweifelt und er sollte laut sprechen können und sich das auch trauen.

Der Spielleiter sollte im besten Fall das Spiel auch erklären, das ist aber keine Pflicht. Falls neue Spieler dazukommen, muss er dafür sorgen, dass sie im Spiel aufgenommen werden (so das möglich ist) und auch eine Chance haben, aktiv zu werden.

Der Spielleiter sollte erkennen, wann sich das Spiel verbraucht hat und rechtzeitig ein neues beginnen. Falls das Spiel noch läuft, aber mit modifizierten Regeln besser laufen würde, darf der Spielleiter die Regeln ändern, solange sich tatsächlich eine Verbesserung einstellt. Die Regeländerung muss so laut und verständlich verkündet werden, dass alle Mitspieler folgen können. Die neuen Regeln sind ab dem Moment für alle bindend.

Spielerklärung

Jedes unbekannte Spiel muss natürlich vorher so erklärt werden, dass alle Mitspieler verstanden haben worum es geht. Am besten geht man nach dem EVP-Grundsatz vor: Erklären – Vorführen – Probieren.

Hat man den günstigen Zustand, dass es Kinder gibt, die das Spiel bereits (mit den hier verwendeten Regeln) kennen, dann kann man mit deren Hilfe das Spiel vorführen. Das macht die Sache erheblich leichter.

Die Regeln sollten langsam und laut genug erklärt werden, damit alle sie verstehen. Und man sollte zunächst nicht über diese Regeln diskutieren. Oben genannte Änderungen kann der Spielleiter nach ein paar Minuten machen, wenn es notwendig oder dem Spielspaß zuträglich ist.

Man sollte es vermeiden, das Spielgeschehen mit böser Miene und Schimpfton zu verkünden, schließlich will man mit dem Spiel ein Ziel erreichen. Wenn aber das Spiel keinen Spaß macht, wird kein Ziel erreicht.

Das Spiel an sich

Der eigentliche Spielverlauf muss vom Spielleiter gut beobachtet werden. Manche Spiele neigen dazu, durch allzuviel Aktion außer Kontrolle zu geraten. Falls es langweilig wird, kann der Spielleiter die Regeln anpassen oder ein neues Spiel beginnen.

Die Gruppenleiter sollten mitspielen, damit sie nicht nur als Beobachter wahrgenommen werden.

Ganz wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass alle möglichst gleichmäßig teilhaben können, indem einzelnen Kindern spezielle Aufgaben gegeben werden oder dergleichen.

Kleine Spielesammlung

Nach aller Theorie hier also unsere kleine Spielesammlung. Die meisten dieser Spiele sind erprobt und funktionieren mit Kindern der Altersgruppe 7 bis 14 problemlos.

6.1 kennenlernspiele - Damit tauen Kinder auf und man lernt die Namen.

6.2 bewegungsspiele - Alles Spiele, die auf den Bewegungsdrang der Kinder abzielen. Hier finden sich neben Haschespielen auch Mannschaftsspiele und Geländespiele.

6.3 spiele fuer drinnen - Spiele für Regentage oder lauschige Abende. Hier finden sich neben Stuhlkreisspielen und Spielen für die Disco auch einige „bewegte” Spiele für drinnen.

6.4 basteln - Bastelideen und ruhigere Beschäftigungen sind der Inhalt dieses Abschnittes.

6.5 beschaeftigung - Sonstige Beschäftigungen finden sich hier. Von Disco und Lagerfeuer über Gitarre bis hin zur Nachtwanderung.

 
leitfaden/6.0_spiele.txt · Zuletzt geändert: 25.02.2008 16:18 [Letzte Änderungen]
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